FAQs DCI-Projektoren | rebeam

FAQs DCI-Projektoren

Als DCI-Projektoren bezeichnet man Projektoren welche in Kinos zum Einsatz kommen. Da aktuelle Kinofilme immer eine DCP-Verschlüsselung haben, werden spezielle Server mit dem Projektor verbunden. Diese entschlüsseln dann das Bild- und Audio-Signal.

Grundsätzlich sind Kino-Projektoren (fast) gleich aufgebaut wie Eventprojektoren. Der einzige Unterschied besteht in der direkten Verbindung von Server und Projektor. DCI-Projektoren haben darüber hinaus höhere Anforderungen an die Farbwiedergabe, um den DCI-Standard zu erfüllen. Zur Verhinderung des Diebstahls von Content verfügen sie über zusätzliche Sicherheitsmerkmale.

DCI steht für Digital Cinema Initiatives, dies ist der Dachverband amerikanischer Filmstudios. Deren Aufgabe ist es, DCI-Standards für digitales Kino festzulegen und durchzusetzen. Der Verband wurde 2002 gegründet und ist mittlerweile Marktführer für digitales Kino. Die Idee dahinter ist, einen standardisierten Ansatz zu schaffen, welcher eine bestimmte Qualität voraussetzt und die Distribution sowie Wiedergabe vereinheitlicht. Die Technologie hat sich seit der Einführung der ersten Digital Cinema Projektoren verändert, womit auch die Standards gestiegen sind. Dies zeigt sich an der Klassifizierung der Projektoren mit Serien 1, 2, 3 und 4.  

DCP steht für Digital Cinema Package und ist eine Sammlung digitaler Dateien, welche zur Speicherung und Übertragung von Audio-, Bild- und Datenströmen in digitalen Kinos verwendet wird. Das Dateiformat ermöglicht es, eine andere Tonspur (z.B. in einer anderen Sprache) wie auch Untertitel problemlos abzuspielen, ohne dass diese fest in den Film integriert sind. DCP-Dateien können tatsächlich auf dem VLC-Player wiedergegeben werden. Der Unterschied zur Kinowiedergabe ist, dass die Datei allerdings verschlüsselt ist und eine KDM zur Wiedergabe benötigt. Darüber hinaus wird ein gewisser Hardware-Standard benötigt, um eine reibungslose Wiedergabe zu gewährleisten.

KDM steht für Key Delivery Message. Für die Wiedergabe eines verschlüsselten Films ist ein KDM erforderlich. Der KDM ist im Wesentlichen ein Verschlüsselungscode, insbesondere um die Wiedergabe auf registrierten Geräten zu ermöglichen. KDMs sind dabei nur für ein Gerät spezifiziert und lassen sich auch nur mit diesem registriertem Wiedergabegerät nutzen

Im Wesentlichen ist jede Serie ausreichend, solange sich die Projektoren in funktionstüchtigem Zustand befinden. Es ist jedoch immer ratsam, einen Distributor (Filmverleiher) im Vorfeld zu konsultieren. Neuere Serien bieten eine bessere Wiedergabe für Inhalte mit hoher Bildrate. Dies ermöglicht auch bessere 3D-Erlebnisse. Neuere Projektor Serien bieten zusätzlich Upgrade-Optionen welche ihr Gerät zukunftssicherer machen.

Neben dem DCI-Projektor und dem dazu gehörigen DCI-Server (auch bekannt als IMB-integrierter Medienblock, welcher als Plug-in-Modul in den Projektor eingebaut wird) wird ein Kommunikationsserver oder handelsüblichen PC benötigt, um die Filme auf die DCP-Server zu übertragen. Diese werden entweder auf einer Leihfestplatte geliefert oder per E-Delivery (als Download) zur Verfügung gestellt und haben eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer. Dabei ist jeder Film für einen speziellen DCI-Server / -Projektor verschlüsselt (per KDM). Daher muss die Hardware vorher entsprechend registriert werden. Der Playback-Key (KDM) ist speziell für ihre Hardware konfiguriert. Die KDM wird von ihrem Filmverleiher geliefert. Der Soundprozessor dekodiert den Ton zur Wiedergabe, dies gibt wiederum ein Signal an Ihr Beschallungssystem. Das Beschallungssystem sollte auch den DCI-Standards entsprechen, um sicherzustellen, dass alle Zuschauer in allen Kinos das gleiche hören und sehen.

Neben dem DCI-Format gibt es auch das sogenannte A-Cinema, welches u.a. vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde. Dieses stellt eine geringere finanzielle Anforderung an Kinobetreiber, da kein DCI-Server und kein DCI-Projektor benötigt wird. Allerdings ist die Verschlüsselung der Filme hier leichter zu umgehen, weshalb das Angebot an aktuellen Filmen wesentlich überschaubarer ist.


Im Asiatischen Raum ist außerdem das sogenannte eCinema (Electronic Cinema) sehr weit verbreitet. Dieses bietet vor allem den Vorteil, dass es kostengünstiger ist, da auch hier keine DCI-zertifizierten Geräte benötigt werden. So können beim eCinema handelsübliche Projektoren genutzt werden. Auch bei dieser Technologie sind die Videodaten verschlüsselt, allerdings nicht im DCP-Format mit zugehörigem KDM, sondern je nach Hersteller des Wiedergabegeräts mit unterschiedlichen Technologien.  

Der DCI-Server entschlüsselt das Audio- und Bildsignal der Filmverleiher und sendet es direkt an den DCI-Projektor, welcher das Bild dann auf die Leinwand projiziert. Gleichzeitig wird das Audiosignal an den Soundprozessor bzw. den Verstärkern und die Boxen weitergegeben.

Für Filme in 2K wird ein Projektor mit mindestens 2K Auflösung (2048x1080 Pixel), für Filme in 4K ein Projektor mit 4K-Auflösung (4096x2160 Pixel) benötigt. Die Helligkeit ist abhängig von der Leinwandgröße. Die genauen Spezifikationen finden sich in dem SMPTE-Standard RP 12-1997.

Es muss sowohl der Projektor als auch die Leinwand und das Soundsystem kalibriert werden. Die Projektor-Kalibrierung der Farben erfolgt mit einem Spektrometer. Die Leinwand muss sowohl über Die richtige Größe wie auch der richtige Gain-Faktor sind bei der Wahl der Leinwand die entscheidenden Kriterien. Das Soundsystem erfordert in den Frequenzen und der Lautstärke eine Anpassung an die Gegebenheiten im Raum. Um ein dauerhaft zufriedenes Benutzererlebnis zu gewährleisten, sollte dies in regelmäßigen Abständen erfolgen bzw. überprüft werden.

Für die neuesten Kinofilme wird ein DCI-Projektor benötigt, welcher die verschlüsselte Kino-Datei entschlüsseln kann.

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